Lavendel richtig pflegen

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Lavendel ist der Traum in jedem Garten – in unserem Blog-Beitrag bekommen Sie die wichtigsten Tipps direkt vom Gärtner: Wie Sie Lavendel richtig pflanzen, schneiden und überwintern können. Mit der richtigen Pflege ist Lavendel eine zauberhafte Pflanze, dazu noch ein duftendes Heilkraut.

Wissenswertes

Der Lavendel (botanisch: Lavendula) gehört zur Familie der Lippenblütler und duftet aromatisch. Er ist mehrjährig und erreicht eine Höhe von ca. 30 bis 60cm. Lavendel stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum – vor allem der Süden Frankreichs (Provence) ist für seine rießigen Lavendelfelder bekannt. Er fällt einem durch die ährenförmigen, violetten Blüten sofort ins Auge. Lavendel ist bei uns nicht nur in Violett, sondern auch in rosa oder weißen Blütenfarben erhältlich. Schopf-Lavendel besticht durch purpurfarbene Blüten, die oben ein kleines Krönchen tragen.

Lavendel pflanzen

Lavendel ist recht anspruchslos, aber er hat es gern sonnig – ein durchlässiger und nährstoffarmer Boden sowie ein sonniger, trockener und windgeschützter Standort sind optimal. Der Pflanzabstand sollte mindestens 30 bis 40 cm betragen. Lavendel ist frostempfindlich, es gibt aber auch winterharte Sorten. In der ersten Zeit nach der Pflanzung muss die Erde feucht gehalten werden. Dabei empfiehlt es sich, alle paar Tage gründlich zu wässern. Die meisten Blumen im Garten freuen sich über den Lavendel in der Nachbarschaft, denn Schnecken aber auch Blattläuse werden von dem intensiven Lavendelduft vertrieben.

Lavendel schneiden

Lavendel wird zweimal im Jahr zurückgeschnitten – einmal im Frühjahr vor dem Austrieb und einmal im Herbst nach der Blüte. Der Rückschnitt im Frühjahr erfolgt bis in die verholzten Teile – so kann sich die Pflanze an den Schnittstellen verzweigen und bleibt kompakt und buschig. Im Frühjahr sollte der Schnitt erst erfolgen, wenn keine Dauerfröste mehr zu erwarten sind.

 

Lavendel pflegen

Lavendel muss nur selten gegossen werden. Auf schlecht durchlässigem Boden darauf aufpassen, dass die Wurzeln durch Dauerfeuchte nicht faulen. Lavendel im Topf sollten Sie öfter gießen als ausgepflanzten Lavendel. Das Düngen mit einem Universaldünger kann in zweiwöchentlichem Abstand erfolgen und beschleunigt das Wachstum. (Achtung: Lavendel verträgt nur eine geringe Dosierung mit einem stickstoffarmen Dünger)

 

Lavendel überwintern

Im Winter den Lavendel mit Reisig abdecken, um Frost- und Trockenheitsschäden zu vermeiden. Lavendelpflanzen im Topf an einem geschützten Standort gut einpacken und an frostfreien Tagen gerade so viel gießen, dass die Erde nicht austrocknet. Zu den winterharten Lavendelarten gehören Gartenlavendel, Echter Lavendel, Strauch-Lavendel und Speik-Lavendel. Im Winter sollte Lavendel nur wenig gegossen werden; am besten wenn der Boden nicht gefroren ist.

 

Lavendel als Heilkraut

Lavendel wird auch “Nervenkraut” oder “Schwindelkraut” genannt – Dahinter steckt die Verwendung als Heilpflanze gegen Kopfschmerzen, Nervosität oder Schlafstörungen. Auch eine Zauberwirkung hat Lavendelblütentee, dieser hilft gegen Krankheiten und unterstützt die Funktion von Gallenblase und Leber, er reinigt die Mundhöhle und wirkt gegen Pilze und Bakterien. Auch gegen unreine Haut und starkes Schwitzen kann der Tee zum Einsatz kommen, zudem fördert er die Konzentration und stärkt die Nerven.

Zur Herstellung eines entspannenden Badezusatzes werden Lavendelblüten vom Stängel abgeschnitten, mit heißem Wasser übergossen und in einem Topf 5 bis 10 Minuten lang bei geschlossenem Deckel „eingelegt“.

Lavendel wird gerne auch zur Vertreibung von Motten eingesetzt werden – dazu werden getrocknete Blüten in Leinensäckchen eingenäht, die dann zwischen die Wäschestücke gelegt werden können.

Als ätherisches Öl wirkt Lavendel schmerzlindernd bei Schnitt- und Brandverletzungen, Insektenstichen sowie kleinen Entzündungen.

 

Haben Sie weitere Tipps zur Pflege von Lavendel? Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen!

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